Die Geschichte der Zauberkunst

Veröffentlicht auf von Michael Brücke

Zauberer, Zauberkünstler, Magier und Mentalisten verwenden ein solches Kartenspiel.
Zauberer, Zauberkünstler, Magier und Mentalisten verwenden ein solches Kartenspiel.

Wie entstand die Zauberkunst:

Die Geschichte der Zauberkunst beginnt unter diesem Begriff im 18. Jahrhundert. Erste Bücher, welche Zauberkunststücke zum Nachahmen beschreiben wurden bereits im 17.Jahrhundert veröffentlicht, woraus sich die Zauberkunst als eine Form der darstellenden Kunst entwickelte. Die erste Anleitung für Taschenspielertricks erschien bereits im Jahr 1634 unter dem Titel "Hocus Pocus Iunior. The Anatomie of Legerdemain" in London.

Wie wurde man auf die ersten Zauberkünstler aufmerksam?

Die ersten Zauberkünstler traten als Taschenspieler auf Märkten und Strassen auf, doch eroberten sie im Laufe der Zeit private Salons und Gaststätten und letztendlich auch die Theaterbühnen. Die Kunst des Taschenspiels ist nach der Gaukler-Tasche zur Aufbewahrung der benötigten Requisiten benannt und wurde bereits auf hellenistischen Marktplätzen beobachtet. Erste Erwähnungen von Zauberkunststücken mit Karten zum Zwecke der Unterhaltung gehen auf das Jahr 1593 zurück, wurden jedoch in dieser Zeit nicht weiter verbreitet. Die erste bekannte Veröffentlichung, welche die Zauberkunststücke professioneller Gaukler beschreibt, ist auf das Jahr 1584 datiert und trägt den Titel "The Discoverie of Witchcraft" des Autors Reginald Scot, der mit dem Buch Volksaufklärung betrieb, da im Allgemeinen angenommen wurde, dass sich hinter allen Dingen, die nicht verstanden wurden, Teufelswerk vermutet wurde. Die Zauberkunst, als eine Variante der darstellenden Kunst, versteht es, unter Verwendung unterschiedlicher Techniken und Tricks, und Methoden der künstlerischen Kommunikation, Illusionen in den Augen der Betrachter hervorzurufen. Die Aufführungen sind dabei an keine spezielle Lokation gebunden und es gilt die Zauberformel: Je mehr sich der Zuschauer auf das Spektakel einlässt, umso größer kann die Illusion in der eigenen Vorstellung entstehen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken werden vom Zauberer angewandt, um die Illusion beim Zuschauer zu wecken.

Wie Funktionieren eigentlich Zaubertricks?

Unter anderem werden Kniffe der Psychologie, optische Täuschungen, mathematische Gesetze, trickreiche Apparaturen und das Ausnutzen von Wahrnehmenungslücken dazu benutzt, den Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes zu verzaubern. In erster Linie geht es dem Zauberer darum, das Publikum zu unterhalten. Der Reiz einer Zaubervorstellung besteht dabei für den Zuschauer darin, über die Methoden der angewandten Tricks zu rätseln und in der Faszination über eine Illusion, welche im Zuge der Inszenierung einen hohen Unterhaltungswert aufweist. Zu den Zauberkünsten zählen unter anderem die durch Zauberer inszenierte Produktion von Großillusionen, Strassenzauberei, Bühnenmagie, Taschenspieler, Kartenzauberei, Manipulation und das Taschenspiel, welches bis heute nichts an seiner Faszination eingebüsst hat. Vom sogenannten "Magischen Zirkel" organisiert, finden in Deutschland alle drei Jahre die deutschen Meisterschaften der Zauberkunst statt. Seit dem Jahr 2008 wird im Zuge der Meisterschaft auch der Titel "Deutscher Meister der Zauberkunst" vergeben. Im Folgejahr wird von der internationalen Dachorganisation der Zauberer "Fédération Internationale des Sociétés Magiques" gemeinsam mit den "World Championships of Magic" die Weltmeisterschaft der Zauberkunst durchgeführt. Neben den Spartensiegern wird bei der Weltmeisterschaft der Zauberer ein Gesamtweltmeister ausgezeichnet. Zauberer aus aller Welt fiebern diesen seaktakulären Events entgegen. Die Gilde der Zauberer untersagt es dem Zauberer, seine Tricks zu verraten. Weitere Infos über die Zauberei finden Sie hier.

Veröffentlicht in Zauberei, Zauberkunst, Magie, Zaubertrick, Zauberer

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Christian Lavey 01/02/2019 18:54

Vielen Dank für diesen Artikel. Er ist gut geschrieben und sehr interessant.

MfG

Christian